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Gesundheits-Blog

In Stein gemeißelt? – Wann sind Schmerzen chronisch?

Schmerzen sind zu Recht eine schlimme Sache – schließlich will uns unser Körper unbedingt mitteilen, dass etwas gerade komplett falsch läuft.

So weit, so gut – Problem beheben und der Schmerz ist weg. Wenn das mal so einfach wäre!

Unsere Schmerzwahrnehmung ist eine sehr komplexe Sache und geht weit über die Wahrnehmung eines spitzen Steinchens im Schuh hinaus. Dieses kann man nämlich tatsächlich einfach entfernen und schon ist der Schmerz verschwunden.

Manche Probleme lassen sich jedoch nicht so einfach lösen wie durch das Entfernen des Steinchens aus dem Schuh – und das gilt für körperliche genauso wie für seelische Missstände.

Organische und systemische Erkrankungen entwickeln sich häufig unauffällig über einen längeren Zeitraum, in dem die Betroffenen noch gar keinen Schmerz wahrnehmen. Wenn der Körper schließlich das Problem signalisiert, muss zunächst der Ursache auf den Grund gegangen werden, und erst dann folgt die Phase der Therapie und der Heilung. Leider gibt es keine Möglichkeit, diesen Weg an unseren Körper zurückzumelden – nach dem Motto: Du kannst aufhören zu schimpfen, ich bringe es in Ordnung, versprochen!

Wenn ein Symptomschmerz über mehr als drei Monate anhält, auch wenn seine Intensität schwankt, spricht man von chronischem Schmerz. Dieser hat, im Gegensatz zum akuten Schmerz, keinen physiologischen Sinn mehr. Häufig ist die Schmerzursache nicht einmal mehr vorhanden. Chronische Schmerzen können verschiedene Probleme nach sich ziehen – zum Beispiel die Beweglichkeit einschränken, den Schlaf stören, zu Erschöpfung und psychischer Belastung führen und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen. Meist werden sie nicht durch eine akute Schädigung, sondern durch Fehlfunktionen des Nervensystems oder eine chronische Entzündung ausgelöst.

Manchmal sind chronische Schmerzen auch die Folge von Störungen der Schmerzverarbeitung im Gehirn. Diese Schmerzen sind oft unspezifisch – es gibt keine bekannte Ursache, die Auslöser sind vielfältig. Weil solche Schmerzen keinen „Grund“ und keinen physiologischen Zweck haben, werden sie auch „dysfunktionale Schmerzen“ genannt. Mit solchen unspezifischen Schmerzen geraten viele betroffene Menschen in eine Negativspirale aus Schmerz, Stress und Ratlosigkeit, Verzweiflung und Ablehnung und in der Folge noch mehr Schmerzen.

Bei chronischen Schmerzen zeigen pharmazeutische Schmerzmittel häufig keine hohe Wirksamkeit, weil die Schmerzwahrnehmung gar nicht über die Schmerzrezeptoren stattfindet, die durch die Schmerzmittel desensibilisiert werden.

Heute wird bei chronischen Schmerzen vielfach dazu geraten, körperlich aktiv zu bleiben und sich regelmäßig zu bewegen. Durch Bewegung werden körpereigene Stoffe freigesetzt, die eine schmerzlindernde Wirkung haben. Außerdem regt Bewegung die Durchblutung und den Stoffwechsel an und sorgt dafür, dass Knochen und Knorpel ausreichend mit Nährstoffen versorgt werden. Bewegung hat aber noch andere Vorteile: Unter anderem macht sie den Körper belastbarer und verbessert auch die Stimmung – wir gewinnen die Kontrolle über die Situation zurück!

Aktive und bewusste Entspannung hat einen sehr ähnlichen Effekt. Nehmen Sie sich Zeit für Erholungsphasen und tun Sie sich Gutes.

Vitametik kann ebenfalls erwiesenermaßen die Selbstheilungskräfte des Körpers (re-)aktivieren und neuromuskuläre Entspannungsprozesse im Körper einleiten.