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Gesundheits-Blog

Ab jetzt wird alles anders – Der Sinn guter Vorsätze

Wenn ein neues Jahr beginnt, steigen bei vielen Motivation und Änderungswillen sprunghaft an. Mehr Sport, mehr Schlaf, dafür weniger Stress und Fast Food. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Die guten Vorsätze fürs neue Jahr sind ein Brauch mit langer Tradition. Im Ursprung gehen sie wahrscheinlich auf altrömische Gepflogenheiten zurück. Der Januar ist benannt nach dem römischen Gott Janus, der mit seinen zwei Gesichtern in die Vergangenheit und in die Zukunft schaut. Der Jahreswechsel wurde als Neuanfang gewertet und bot die Möglichkeit, Dinge zu verbessern oder einfach zu bekräftigen.

Die ranghöchsten Beamten Roms bekräftigten am ersten Januar in einer Resolution ihre Loyalität gegenüber der Republik und legten vor dem Kaiser einen Eid ab. Diese Formalität wurde in einer großen Zeremonie begangen und mit einer öffentlichen Parade gefeiert. Bürger aller Schichten übernahmen den Brauch der hohen Staatsdiener und wandten ihn auf ihre jeweiligen Lebensumstände an. Man schwor einander im Namen von Janus Treue und Freundschaft und reflektierte Geschehenes. Mehr und mehr entwickelte sich hieraus die Idee, Dinge besser machen zu wollen. Die guten Vorsätze waren geboren.

Bei den heutigen guten Vorsätzen geht es weniger um die Loyalität gegenüber der Obrigkeit, sondern vielmehr um die ganz persönlichen Baustellen. In Umfragen wurden die am häufigsten genannten guten Vorsätze ermittelt:

  • abnehmen / mehr Sport machen
  • mit dem Rauchen aufhören / weniger Alkohol trinken
  • das Leben genießen
  • mehr Kontakt zur Familie

Doch warum benötigen wir ein Datum, um Dinge in Angriff zu nehmen, die wir offensichtlich für veränderungswürdig halten?

Wie so häufig liegen die Gründe irgendwo zwischen Alltag, Trägheit und Gewohnheit.

Wenn keine außergewöhnlichen und einschneidenden Vorfälle unsere eingespielten Abläufe erschüttern, bleibt eben alles so, wie es ist. Es scheint ja auch irgendwie zu funktionieren.

Außer man schafft sich selber einen Punkt, an dem die Reflexion und die Bewertung der eigenen Lebensumstände fällig werden – wie wir es zu Silvester beziehungsweise Neujahr tun.

Aber wie sieht es mit dem Einhalten und Umsetzen der guten Vorsätze aus? Viele Menschen scheitern, oder besser gesagt, ziehen das Vorgenommene nicht dauerhaft durch.

Wahrscheinlich waren die Vorsätze dann auch nicht aus voller Überzeugung zustande gekommen. Auch ist der tiefe Mittwinter vielleicht nicht der motivierendste Zeitpunkt für große Veränderungen.

Andererseits – müssen es denn überhaupt die großen Veränderungen sein? Für den Erfolg guter Vorsätze eignen sich vielmehr kleine, aber dafür konkrete Schritte. Aus „mehr Sport“ wird also besser „zweimal in der Woche 30 Minuten Walken“, oder aus „Abnehmen“ wird „nur noch eine Handvoll Süßes pro Tag“ oder „zwei Veggie-Days pro Woche“.

Wenn gute Vorsätze ein Bewusstsein für die eigene Lage schaffen und zum Verändern und Verbessern anregen, dann sind sie wirklich gut.

Wenn sie dagegen nur weiteren Druck aufbauen und zu noch mehr persönlicher Optimierung drängen, dann haben sie für unseren Alltag wenig Sinn.

Unser Vorsatz für Ihr neues Jahr: Entspannen und sich Gutes tun!