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Gesundheits-Blog

Bräuche zum Jahreswechsel – Der „gute Rutsch“

Eigentlich ist es doch nur ein Datum. Silvester und Neujahr – letzter und erster Tag des von uns seit dem 16. Jahrhundert genutzten gregorianischen Jahreskalenders.

 

Und doch legen wir so manche Erwartungen, Hoffnungen, Forderungen und Wünsche in den Jahreswechsel, die wahrscheinlich genauso gut an jedem anderen Tag des Jahres ausgesprochen oder erfüllt werden könnten.

Was hat es mit den uns bekannten – und auch mit den weniger verbreiteten – Silvesterbräuchen auf sich?

 

Pünktlich um Mitternacht wird in der Silvesternacht vielerorts ein Feuerwerk gezündet – sei es im privaten Rahmen oder organisiert auf öffentlichen Plätzen. Dabei geht es traditionell um die Vertreibung böser Geister, die durch die lauten Geräusche und den entstehenden Knall verscheucht werden sollen und so den Menschen das Leben im kommenden Jahr nicht mehr schwer machen können.

 

Ein weiterer traditioneller Silvesterbrauch ist das Bleigießen, das schon von den alten Germanen praktiziert wurde. Dabei werden Bleistücke in einem Löffel über einer Flamme erhitzt, bis sie flüssig sind. Anschließend kippt man in einer schnellen Bewegung die Füllung in kaltes Wasser, wo sich das Bleistück neu formt. Der so entstandene Körper wird begutachtet und die Form in ihrer Bedeutung interpretiert. Seit 2018 ist dieses Ritual allerdings verboten – zumindest mit Blei, das beim Schmelzen schädliche Dämpfe freisetzt. Stattdessen gibt es mittlerweile Sets aus Wachs oder Zinn.

 

Wahrscheinlich hat jeder schon einmal den Neujahrswunsch „Guten Rutsch“ gehört. Hierbei geht es nicht um glatte Straßen oder gut geölte Kehlen. Die Redewendung stammt vom Jiddischen „Rosch“ ab, was „Anfang“ bedeutet. Das beim Trinken oft ausgesprochene „Prosit Neujahr“ bedeutet Ähnliches und kommt aus dem Lateinischen. Nach dem Essen und kurz vor Mitternacht werden bei der Silvesterfeier die letzten zehn Sekunden heruntergezählt und danach mit Sekt, Champagner oder Ähnlichem angestoßen.

 

In Spanien ist es Tradition, in den letzten zwölf Sekunden vor Mitternacht genau zwölf Trauben zu sich zu nehmen – eine pro Glockenschlag. Schafft man es nicht, die zwölf Trauben bis Mitternacht komplett zu verspeisen, verschluckt oder verzählt man sich, bedeutet dies der Tradition nach Unglück für das neue Jahr.

 

Die Dänen zertrümmern an Silvester Porzellan. Man wirft es vor die Haustür von Personen, denen man besonders viel Glück wünscht – je mehr, desto besser! Um Punkt zwölf wird von einem Stuhl gesprungen, auch das soll das kommende Jahr positiv unterstützen.

 

In Portugal sollte man um Mitternacht eine Münze in der Hand halten. Das soll die finanzielle Situation im kommenden Jahr günstig beeinflussen.

 

Die Schotten wissen, wie es geht. Sie feiern den Jahreswechsel gerne über bis zu drei Tage am Stück. Dabei trinken sie ein traditionelles Getränk namens „Hot Pint“. Es besteht aus Whisky, Starkbier und Eiern. Prost!

 

In China wird Silvester erst am Tag des ersten Vollmonds nach dem 21. Januar gefeiert. An diesem besonderen Tag wird das Haus erst einmal auf Vordermann gebracht und gesäubert. Das ähnelt einem Frühjahrsputz und birgt den Anfang von etwas Neuem. Außerdem werden eine Stunde vor Mitternacht alle Fenster im Haus geöffnet, um das Glück hereinzulassen, welches das Haus erfüllen soll.

Unverheirateten Frauen soll es Glück bringen, wenn sie Mandarinen in das offene Meer werfen. Durch diesen Akt sollen ihre zukünftigen Ehemänner angelockt werden. Außerdem wird am Tag des Jahreswechsels eine große, traditionelle Tafel gedeckt, auf der eine riesige Auswahl an chinesischen Speisen gereicht wird.

 

Sie sehen: Nicht nur die Silvesterbräuche, sondern auch das Datum ist wandelbar. Für uns ist klar: Für Glück und Gesundheit ist jeder Termin der beste! Wir wünschen Ihnen ein frohes Neues Jahr.