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Gesundheits-Blog

Der Handy-Nacken – Stress für die Halswirbelsäule

Rückenschmerzen erleben die meisten Menschen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Hexenschuss und Bandscheibenvorfall sind gängige Begriffe und bekannte Krankheitsbilder für viele Betroffene.

Doch auch der obere Teil des Rückens, der Schulterbereich und vor allem die Halswirbelsäule melden sich mehr und mehr mit Problemen, die überraschenderweise und großteils auf die Nutzung von Mobiltelefonen, besser gesagt Smartphones zurückzuführen sind.

 

Kennen Sie das von sich selbst? Eine Runde Tetris, Einkaufen, Zeitung lesen, ein Chat in den sozialen Medien – alles mit dem Handy. Das Smartphone ist für uns alles Mögliche zwischen Spiel- und Arbeitsgerät. Auf jeden Fall ein für viele zentraler Teil des täglichen Lebens. Nach der Mittagspause, an der Bushaltestelle, für einen Moment auf dem häuslichen Sofa – egal ob im Sitzen, Stehen oder Liegen, die Körperhaltung oberhalb des Brustbereichs ist immer ähnlich: Arme nach vorne, um das Telefon zu halten, den Kopf nach vorne geneigt und das Kinn zur Brust gezogen, weil der Bildschirm klein ist.

Das mag die Halswirbelsäule gar nicht! Sowieso ist sie durch viel Arbeit im Sitzen, mangelnde Bewegung und geringes Training des Arm- und Schulterbereichs bei den meisten Menschen von zu wenig Muskulatur unterstützt. Und jetzt muss sie auch noch den schweren Kopf in der Waagerechten halten anstatt oberhalb ihres Mittelpunkts. Das führt unweigerlich zu einer einseitigen Belastung der Bandscheiben im Bereich der Halswirbelsäule und einer Fehlbelastung der Nackenmuskulatur, was wiederum negative Auswirkungen auf die Nervenbahnen entlang der Wirbelsäule hat. Muskeln können verhärten, und man nimmt dauerhaft eine Schonhaltung ein. Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich, Kopfschmerzen und Verschleißerscheinungen sind die Folge.

Schmerzen und Verspannungen im Bereich der Halswirbelsäule kann man vorbeugen. Wichtig ist, dass man immer mal wieder die Haltung wechselt, die Schultern und den Kopf kreisen lässt und in alle Richtungen bewegt – egal, ob man am Schreibtisch sitzt oder auf das Handy schaut.

Wenn die Muskulatur einmal verspannt ist, helfen vor allem Wärme und sanfte Bewegung sowie ganz vorsichtiges Dehnen. Die Beschwerden sollten innerhalb von zwei bis drei Tagen wieder abklingen. Ist das nicht der Fall und treten zusätzlich Taubheitsgefühl in den Armen oder ausstrahlende Schmerzen auf, sollten diagnostische Schritte eingeleitet werden.

 

Die richtige Position vor dem Schreibtisch, dem statischen Arbeitsplatz oder eben dem Smartphone ist wichtig. Senken Sie zum Lesen lieber die Augen als den Kopf und lassen Sie die Schultern locker hängen, anstatt sie anzuspannen und nach oben zu ziehen. Richten Sie sich regelmäßig auf und ziehen Sie Ihren Kopf an einer vorgestellten Schnur nach oben. Räkeln Sie die Arme ausgestreckt nach oben. Alle Jugendlichen im Wachstum werden sich freuen: Das Räkeln ist nicht unhöflich, es ist Bodybuilding! Gut, es muss ja nicht unbedingt am Esstisch stattfinden.

Vermeiden Sie falsche und ruckartige Bewegungen und heben Sie in untrainiertem Zustand nicht zu schwer und vor allem immer aus einer korrekten Haltung heraus.

 

Auch die vitametische Behandlung kann die körperliche und geistige Entspannung unterstützen und durch gezielt gesetzte nervale Impulse Entspannungsprozesse einleiten.