Wenn’s heiß hergeht – Tipps für einen angenehmen Sommer

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Wir haben es uns ja die ganze Zeit gewünscht! Einen richtig schönen Sommer mit allem, was dazugehört. Und nun stehen wir da und fühlen uns wie Goethes Zauberlehrling: „Die Geister, die ich rief …!“

Wenn der Sommer es so richtig gut mit uns meint, sind wir meist auch schon wieder nicht mehr glücklich mit der Situation. Schwitzen drinnen wie draußen, Dauermüdigkeit, Fliegen, Wespen, Mücken und dann diese Kopfschmerzen verursachende Schwüle!

Gegen viele Tücken des Sommers kann man sich mit wenig Aufwand hervorragend schützen. Wir haben ein paar Tipps für Sie zusammengefasst:

  • Auch wenn Sie es sicher wissen – Sonnenschutz ist das A und O im Sommer. Denn ein Sonnenbrand ist für den Körper ein weit größeres Problem als zwei Tage brennende Haut und Hitzegefühl. Die Zellen der Epidermis, also der obersten Hautschicht, werden nachhaltig geschädigt. Die Haut altert schneller und das Hautkrebsrisiko erhöht sich drastisch.
  • Eine Kopfbedeckung beugt dem berüchtigten Sonnenstich vor, denn über den Kopf wird genauso viel Wärme in den Körper aufgenommen wie abgegeben.
  • Wenn es um Sport und Bewegung geht, haben Sie für die Mittagszeit eines richtigen Sonnentages eine Ausrede. Körperliche Anstrengung bei Temperaturen über 30 °C sind besonders Ungeübten nicht zu empfehlen, denn der Körper überhitzt und dehydriert schnell. Auch der Kreislauf meldet Probleme, denn die durch die Wärme erweiterten Blutgefäße lassen den Blutdruck sinken. Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel können die Folgen sein. Verlegen Sie also Ihre Sporteinheit oder die Gartenarbeit auf kühlere Tageszeiten.
  • Auch bekannt und trotzdem oft vergessen: Trinken, trinken, trinken! Bei Hitze braucht der Körper Flüssigkeit. Um die steigende Körpertemperatur regulieren zu können, schwitzen wir. Es wird also jede Menge Wasser aus unseren Reserven verbraucht. Werden die Tanks nicht wieder aufgefüllt, zirkuliert das „dicker“ gewordene Blut weniger gut und es geht uns spürbar schlechter.
  • Wer nachts vor Hitze nicht gut schlafen kann, sollte morgens nach einer Viertelstunde kräftigem Stoßlüften Fenster und Rollläden den Tag über verschließen. Lassen Sie gewaschene Kleidung ruhig im Schlafraum trocknen oder hängen Sie ein gut feuchtes Handtuch von innen vor das Fenster. Der Verdunstungsprozess entzieht der Luft Wärme. So können Sie die Raumtemperatur durchaus um 2 – 3 °C senken. Von der Installation von Ventilatoren oder mobilen Klimageräten ist eher abzuraten, denn die sorgen für Zugluft und große Temperaturunterschiede. Beides ist für einen sonnenerwärmten Organismus eher schädlich als förderlich.
  • Zum Schluss die wirklich gute Nachricht: Die Siesta zur Mittagszeit ist nicht nur angenehm und entspannend, sie ist sogar gesund. Die sommerliche Mittagspause, die die Menschen in sonnenverwöhnten Regionen ganz natürlich über Generationen in ihren Tagesablauf eingebaut haben, wurde und wird von uns nordeuropäischen Bleichgesichtern häufig pauschal als etwas träge belächelt. In Wahrheit ist sie die beste Antwort auf die sommerliche Hitze und beugt körperlicher Überhitzung und Überlastung vor.

Also, legen Sie sich mit gutem Gewissen auf die Couch oder setzen Sie sich unter den schattigen Baum vor dem Büro und beobachten Sie für eine Weile ganz in Ruhe, wie es für alle anderen heiß hergeht.

Autor: Volker Hoffmann

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