Fitness fürs Gehirn – So beugen Sie dem Vergessen vor

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Fitnesstraining ist gut für den Körper und steigert die allgemeine Gesundheit – das streitet so sicher niemand ab. Was für unseren Körper gilt, das passt aber auch für unseren Geist. Denn der bleibt durch entsprechendes Training – genauso wie der Körper – belastbar, beweglich und jung.

Zunächst eine schlechte Nachricht: Nach heutigem Stand der Forschung erreicht das Gehirn mit 16 bis 25 Jahren seine höchste Auffassungsgabe und Leistungsfähigkeit. Ab diesem Alter geht es mit unserer geistigen Fitness wieder bergab. Jetzt die gute Nachricht: Den Grad des Gefälles können Sie aktiv mitbestimmen.

Reger sozialer Austausch, Lesen sowie Denk- und Organisationsaufgaben sind wesentliche Faktoren für die Qualität unserer geistigen Fitness. Der bewusste Umgang und die aktive Herbeiführung sind besonders für die Menschen wichtig, deren Alltag nur noch relativ wenige der genannten Faktoren regelmäßig bereithält. Wie bei jeder Form von Übung sind auch beim Gehirn- und Gedächtnistraining die Beständigkeit und Kontinuität, also das regelmäßige Training, der Schlüssel zum Erfolg. „Wer rastet, der rostet“, sagt zu Recht ein bekanntes Sprichwort. Ein tägliches Training von mindestens 15 Minuten Dauer ist daher empfehlenswert. Um sich zusätzlich zu motivieren, kann gemeinsam mit Freunden, der Familie oder dem Partner trainiert werden. Die Denkaufgaben sollten abwechslungsreich sein und somit unterschiedliche Gehirnareale fordern. Wer beispielsweise ständig Sudoku spielt, wird zwar in der Ausführung zweifellos schneller und geübter, strengt sein Gehirn aber mit der Zeit auch weniger an, da sich die Handlungen ein Stück weit automatisieren. Damit das Gehirn seine neuronalen Verbindungen ausbaut, benötigt es aber immer wieder neue Herausforderungen.

Wer ausgewogen, regelmäßig und personalisiert Gehirntraining betreibt, wird bereits nach kurzer Zeit einen spürbaren Erfolg im Alltag bemerken. Merkfähigkeit, Kreativität und Schnelligkeit nehmen spürbar, kontinuierlich und langfristig zu. Es ist erwiesen, dass nach einem ausgesetzten Gehirntraining auch nach mehreren Jahren noch messbare Erfolge in Form von gesteigerter Gedächtnisleistung zu verzeichnen sind.

Besonders geeignet sind kombinatorische Aufgaben wie Kreuzworträtsel für den sprachlichen Bereich oder Sudokus für den mathematischen Bereich. Aber auch das räumliche Denken sollte durch das tägliche Gehirntraining gefördert werden. Würfel- und Setzspiele sind hierfür die richtigen Übungen. Fangen Sie also am besten gleich an. Für diese Fitness müssen Sie nicht einmal die Turnschuhe aus dem Schrank holen.

Autor: Volker Hoffmann

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