Dein Körper weiß, wie Entspannung geht – wenn Du ihm Raum gibst
Viele Menschen glauben, Entspannung sei etwas, das man aktiv erzeugen muss. Ein freier Abend, ein Urlaub oder eine bestimmte Technik sollen dafür sorgen, dass endlich Ruhe einkehrt. Dabei besitzt unser Körper die Fähigkeit zur Regeneration von Natur aus. Er weiß, wie Entspannung funktioniert. Er weiß, wie Loslassen geht. Die eigentliche Frage lautet oft nicht, wie wir Entspannung herstellen können, sondern ob wir ihr genügend Raum geben.
Unser Organismus ist darauf ausgelegt, sich immer wieder neu auszubalancieren. Das vegetative Nervensystem reguliert unzählige Prozesse automatisch. Es steuert Atmung, Herzschlag, Verdauung und auch die Grundspannung unserer Muskulatur. Normalerweise wechseln sich Phasen von Aktivität und Erholung ständig ab. Doch genau dieser Wechsel gerät im modernen Alltag häufig aus dem Gleichgewicht.
Selbstregulation verstehen
Viele Menschen sind körperlich anwesend, gedanklich jedoch ständig unterwegs. Während des Frühstücks werden bereits die Termine des Tages geplant. Während eines Gesprächs denkt man an die nächste Aufgabe. Am Abend werden Situationen analysiert, Entscheidungen hinterfragt oder mögliche Probleme durchgespielt.
Das Gehirn arbeitet unermüdlich weiter. Oft so selbstverständlich, dass wir es kaum noch bemerken. Doch jede gedankliche Aktivität löst auch Reaktionen im Körper aus. Die Muskulatur bleibt angespannt, die Atmung wird flacher, innere Ruhe stellt sich nur schwer ein.
Dabei sind nicht alle Gedanken gleichermaßen hilfreich. Manche schaffen Klarheit und Orientierung. Andere wiederholen sich immer wieder, ohne eine Lösung zu bringen. Sie kosten Energie, beeinflussen die Stimmung und können dazu beitragen, dass innere und äußere Anspannung bestehen bleiben.
Eine Übung für einen Tag. Achtung! Es könnte sich etwas verändern
Probieren Sie einmal ein kleines Experiment aus:
Stellen Sie sich vor, Sie würden einen Tag lang neben sich selbst stehen und sich beobachten. Nicht wertend, nicht kritisch – einfach neugierig.
Welche Gedanken beschäftigen Sie im Laufe des Tages? Wie oft kehren dieselben Themen zurück? Welche Gedanken sind tatsächlich hilfreich und welche laufen lediglich automatisch ab?
Fragen Sie sich immer wieder: Ist dieser Gedanke gerade wirklich notwendig? Hilft er mir in diesem Moment weiter? Was macht er mit meiner Stimmung? Wie reagiert mein Körper darauf?
Vielleicht bemerken Sie, dass manche Gedanken Gelassenheit erzeugen, während andere Druck, Sorgen oder innere Unruhe verstärken. Vielleicht fällt Ihnen auf, dass sich gleichzeitig Ihre Schultern anspannen, Ihr Kiefer fester wird oder Ihr Rücken weniger locker wirkt.
Veränderung entsteht durch Wiederholung
Wichtig ist dabei: Solche Erkenntnisse entstehen selten an einem einzigen Tag. Veränderungen entwickeln sich meist durch Wiederholung.
Deshalb kann es hilfreich sein, diese Übung immer wieder durchzuführen. Anfangs wirkt sie möglicherweise ungewohnt oder sogar etwas mühsam. Viele Menschen stellen erst dann fest, wie häufig sie dieselben Gedanken denken, obwohl diese weder notwendig noch hilfreich sind.
Mit der Zeit geschieht jedoch etwas Interessantes. Sie ertappen sich immer früher dabei, wenn alte Gedankenschleifen beginnen. Sie erkennen schneller, welcher „innere Lärm“ gerade aktiv ist und welchen Einfluss er auf Ihr Wohlbefinden hat.
Dadurch entstehen kleine Momente der Wahlfreiheit. Nicht jeder Gedanke muss weitergedacht werden. Nicht jede Sorge benötigt sofort Aufmerksamkeit. Oft beginnt Entspannung genau in dem Augenblick, in dem wir bemerken, was wir gerade denken.
Entspannung darf wieder Raum bekommen
Die Vitametik soll den Körper dabei unterstützen, muskuläre Spannungsmuster loszulassen und wieder leichter in einen Zustand von Entspannung zu finden. Sie versteht den Menschen dabei als Einheit aus Körper, Nervensystem und Erleben.
Vielleicht geht es weniger darum, ständig etwas Neues zu tun. Vielleicht geht es manchmal einfach darum, bewusster wahrzunehmen, was bereits geschieht.
Ihr Körper kennt diesen Weg seit Urzeiten. Manchmal braucht er lediglich Impulse um ihn wiederzufinden.
Wenn Sie erleben möchten, wie sich dieser Weg anfühlen kann, lernen Sie die Vitametik kennen.
Autor: Volker Hoffmann

