• Frau lehnt sich entspannt im Bürostuhl zurück – Symbol für ergonomisches Sitzen und vitametische Entspannung

    Ich liebe meinen Rücken

Entspannung beginnt, wenn der Körper wieder selbst steuern darf

Viele Menschen glauben, Entspannung sei etwas, das man aktiv herstellen müsse. Sie versuchen bewusst abzuschalten, sich zusammenzureißen oder durch Willenskraft ruhiger zu werden. Oft funktioniert das jedoch nur kurzfristig. Kaum kehrt der Alltag zurück, melden sich Anspannung, innere Unruhe oder verspannte Muskeln erneut.

Der Grund dafür könnte darin liegen, dass Entspannung nicht allein eine Frage des Wollens ist. Unser Körper verfügt über zahlreiche Regulationsmechanismen, die normalerweise dafür sorgen, dass Anspannung und Entspannung in einem gesunden Gleichgewicht bleiben. Gerät dieses System jedoch über längere Zeit unter Druck, kann es passieren, dass der Körper Schwierigkeiten bekommt, selbstständig wieder in die Ruhe zurückzufinden.

Gestörte Selbstregulation im Alltag

Ob beruflicher Druck, familiäre Herausforderungen, ständige Erreichbarkeit oder dauerhafte Sorgen – viele Belastungen wirken nicht nur auf unsere Gedanken, sondern auch auf unser Nervensystem. Der Körper bleibt dabei oft länger in einem Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, als eigentlich notwendig wäre.

Die Folge kann sein, dass Muskeln dauerhaft mehr Spannung halten, als für die jeweilige Situation erforderlich wäre. Betroffene berichten häufig von Nackenverspannungen, Schulterbeschwerden, Rückenschmerzen oder dem Gefühl, innerlich ständig „unter Strom“ zu stehen.

Nicht selten entsteht daraus ein Kreislauf: Die körperliche Anspannung verstärkt das Gefühl von Stress, während der Stress wiederum die Muskelspannung erhöht.

Alex (34) bemerkte die Signale zu spät

Alex arbeitet als technischer Projektleiter in einem mittelständischen Unternehmen. Er organisiert Abläufe, koordiniert Mitarbeiter und trägt Verantwortung für mehrere Projekte gleichzeitig. Über viele Jahre funktionierte das problemlos.

Mit der Zeit bemerkte er jedoch, dass ihm das Abschalten immer schwerer fiel. Selbst am Abend dachte er über offene Aufgaben nach. Nachts wachte er häufiger auf und plante gedanklich bereits den nächsten Arbeitstag. Gleichzeitig entwickelte sich eine zunehmende Spannung im Nacken und im unteren Rücken.

Massagen empfand er zwar als angenehm, doch bereits nach kurzer Zeit kehrten die Beschwerden zurück. Erst als er begann, die Zusammenhänge zwischen seinem inneren Druck, seinem Nervensystem und seiner Muskelspannung besser zu verstehen, wurde ihm bewusst, dass sein Körper längst Signale gesendet hatte.

Wenn Überreizung zur Gewohnheit wird

Unser Nervensystem ist darauf ausgelegt, flexibel auf Belastungen zu reagieren. Problematisch wird es häufig erst dann, wenn erhöhte Anspannung zum Dauerzustand wird. Der Körper gewöhnt sich an das höhere Spannungsniveau und betrachtet es irgendwann als normal.

Viele Menschen bemerken diesen Prozess erst, wenn Beschwerden entstehen oder die Erholung zunehmend schwerfällt.

Der Körper kennt den Weg zur Ruhe

Die gute Nachricht ist: Der Körper besitzt grundsätzlich die Fähigkeit zur Selbstregulation. Entspannung muss nicht „gemacht“ werden. Häufig geht es vielmehr darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen das Nervensystem wieder leichter in einen ausgeglicheneren Zustand zurückfinden kann.

Die Vitametik soll den Körper dabei unterstützen, innere und äußere Spannungsmuster loszulassen und natürliche Regulationsprozesse anzuregen. Viele Menschen erleben dies als eine Möglichkeit, wieder bewusster wahrzunehmen, wie sich Entspannung und Selbstregulation anfühlen kann.

Denn manchmal beginnt Erholung nicht dadurch, dass wir noch mehr tun.

Manchmal beginnt sie genau dann, wenn der Körper wieder die Möglichkeit bekommt, das zu tun, was er eigentlich schon immer konnte: sich selbst regulieren.

Autor: Volker Hoffmann