Unruhe hat viele Stimmen – Unser Körper hört sie alle
Kennen Sie das Gefühl, eigentlich zur Ruhe kommen zu wollen – und trotzdem innerlich nicht abschalten zu können? Der Tag ist vorbei, doch die Gedanken kreisen weiter. Eine offene Aufgabe hier, eine Sorge dort, dazu Nachrichten, Termine und Entscheidungen. Oft scheint all das nur im Kopf stattzufinden. Doch unser Körper hört mit.
Die Psychophysiologie der Unruhe
Unser Nervensystem ist darauf ausgelegt, auf Herausforderungen zu reagieren. Kurzfristige Anspannung hilft uns, aufmerksam und leistungsfähig zu sein. Doch wenn Belastungen dauerhaft bestehen, kann aus einer vorübergehenden Aktivierung ein anhaltender Spannungszustand werden.
Der Körper unterscheidet dabei nicht immer zwischen einer tatsächlichen Gefahr und einer gedanklichen Belastung. Ein schwieriges Gespräch, Zeitdruck oder ständiges Grübeln können ähnliche Reaktionen auslösen wie körperliche Herausforderungen. Die Muskulatur spannt an, die Atmung wird flacher und das vegetative Nervensystem bleibt in erhöhter Wachsamkeit.
Warum der Körper nicht abschaltet
Viele Menschen erleben, dass sie körperlich zur Ruhe kommen, innerlich jedoch weiterarbeiten. Gedanken springen von Thema zu Thema, Entscheidungen werden wiederholt durchdacht und zukünftige Ereignisse gedanklich vorweggenommen.
Je häufiger dieser Zustand auftritt, desto vertrauter wird er. Die erhöhte Grundspannung erscheint irgendwann normal. Nacken, Schultern oder Rücken fühlen sich dauerhaft fest an, ohne dass eine besondere körperliche Belastung vorliegt. Der Körper trägt die Unruhe, die im Kopf begonnen hat.
Eine kleine Übung für den Alltag
Wenn Sie bemerken, dass Ihre Gedanken kreisen, halten Sie für einen Moment inne.
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihre Schultern und fragen Sie sich: „Halte ich gerade Spannung fest, die ich nicht brauche?“
Atmen Sie anschließend langsam durch die Nase ein und etwas länger durch den Mund aus. Wiederholen Sie dies drei Mal. Beobachten Sie dabei lediglich, wie sich Ihre Schultern, Ihr Kiefer oder Ihr Rücken anfühlen – ohne etwas erzwingen zu wollen.
Oft genügt bereits dieser kurze Moment der Wahrnehmung, um den Autopiloten zu unterbrechen und wieder mehr Kontakt zum eigenen Körper zu bekommen.
Entspannung darf wieder Raum bekommen
Die Vitametik soll den Körper dabei unterstützen, muskuläre Spannungsmuster loszulassen und wieder leichter in einen Zustand von Entspannung zu finden. Denn innere Ruhe entsteht häufig nicht allein durch weniger Gedanken, sondern auch dadurch, dass der Körper wieder loslassen darf.
Manchmal beginnt Entspannung mit einer einzigen bewussten Minute. Erleben Sie in einer Vitametik-Praxis in Ihrer Nähe, wie sich bewusstes Loslassen anfühlen kann.
Autor: Volker Hoffmann

