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Gesundheits-Blog

Der Vagusnerv – Der Weg zwischen Gehirn und Entspannung

Vagus – vage, gestreut, ausschweifend. Das ist die Übersetzung des Namens des zehnten Hirnnervs, der auch Entspannungsnerv genannt wird. Es handelt sich um einen großen Nervenstrang, der sich bis in die Gliedmaßen verzweigt.

Der Vagusnerv spielt eine wichtige Rolle bei der funktionellen Kontrolle unserer gesamten Organe, angefangen bei Herz und Lunge bis zum Ende des Dickdarms. Seine Tätigkeit wird als parasympathisch bezeichnet, das beschreibt den Weg in einen entspannten, funktionalen Zustand. 

Somit ist der Vagusnerv zyklisch aktiv. Das variiert zwischen besonders starker Ausprägung während des Schlafes, wenn die Regeneration stattfindet, und geringerer Ausprägung unter Stress. Daher der Name „Erholungsnerv“.

Organ- und Muskelaktivitäten, die eher durch Kontraktion und Anspannung geprägt sind, werden vom Sympathikus gesteuert. Das Gleichgewicht der parasympathischen und sympathischen Aktivität reflektiert – vereinfacht zusammengefasst – den Zustand Ihrer Gesundheit.

Neben seiner vegetativen Funktion ist der Vagusnerv an der motorischen Steuerung von Kehlkopf, Rachen und der oberen Speiseröhre beteiligt und übermittelt Geschmacksempfindungen vom Zungengrund sowie Berührungsempfindungen aus dem Rachen, dem Kehlkopf und einem Teil des äußeren Gehörgangs. Auch die inneren Organe in Brust- und Bauchraum werden von seinen Fasern erreicht.

Der Vagus verläuft durch den Hals, verästelt sich zu den Ohren hin und in den Kehlkopf, erstreckt sich im Brustraum und spaltet sich in den linken und rechten Vagus. Verästelungen führen zu Herz, Lunge, Magen, Bauchspeicheldrüse, Darm und weiteren Organen im Bauchraum. Über Zehntausende von Nervenfasern steht er mit den meisten automatisch ablaufenden Funktionen in unserem Körper in Verbindung.

Der Vagus kann stark oder schwach ausgeprägt sein, man spricht dabei von „Vagotonus“. Ist er stark ausgeprägt und der Vagotonus damit hoch, kann sich der Körper nach Stress gut erholen.

Ein schwacher Vagotonus hingegen bringt Entzündungen und eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit mit sich.

Häufig vergessen wir, dass wir rhythmische Wesen sind und dass auf Anspannung auch regelmäßig Entspannung zu folgen hat – spätestens alle 90 bis 100 Minuten. In diesen Entspannungszyklen kann der Vagusnerv Regenerationsprozesse im Körper einleiten. Meditation oder allgemein bewusste Entspannung haben sich hier als wirksame Treiber erwiesen.

Auch Vitametik kann Entspannung im ganzen Körper bewusst herbeiführen und somit Erholungsprozesse anstoßen und begünstigen. 

Sprechen Sie die Vitametikerin oder den Vitametiker in Ihrer Nähe an.