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Gesundheits-Blog

Traurigkeit überwinden – Was machen Stehaufmännchen anders?

Welcher Typ Mensch sind Sie? Ein kritisches Wort, und Sie zweifeln an Ihren Fähigkeiten? Eine Unachtsamkeit Ihnen gegenüber, und Wut und Weltschmerz übermannen Sie?

Oder sind Sie eher vom Typ Dauersonnenschein? Ein gebrochenes Bein ist besser als zwei gebrochene Beine!

 

Es gibt Menschen, die scheinbar aus jeder Lage wieder aufstehen. Schneller als andere, gestärkt und voller Lebensmut, während andere schon an kleinen Misserfolgen schier verzweifeln.

Stehaufmännchen, sich nicht unterkriegen lassen, den Kopf nicht hängen lassen – all das sind Umschreibungen eines Begriffs aus der Psychologie, der mehr und mehr den Weg in unseren Alltag findet: die Resilienz.

 

Was machen Menschen mit einer ausgeprägten Resilienz, also mit einer starken inneren Widerstandskraft, anders als andere?

Studien haben gezeigt, dass ein wesentlicher Faktor der Resilienz die Selbstwirksamkeitsüberzeugung ist. Die ist quasi das Gegenteil des Gefühls der Machtlosigkeit gegenüber dem eigenen Schicksal. Stehaufmännchen profitieren also grundsätzlich von dem Gefühl, Situationen durch ihr Zutun beeinflussen zu können.

 

Ein weiterer wichtiger Faktor ist ein stabiles Umfeld. Das ist im Normalfall die Familie, die Eltern, die ihren Kindern Selbstbewusstsein und den Glauben an die eigenen Stärken mit auf den Weg geben. Jedoch erleben wir häufig auch eine sehr ausgeprägte Resilienz bei Menschen mit schwierigen familiären Hintergründen. Diese haben laut wissenschaftlichen Befragungen jedoch so gut wie immer eine stabile und unterstützende Ersatzfamilie gefunden. Die wiederum kann in anderen Verwandten, Nachbarn, Freunden, Lehrern oder religiösen Gemeinschaften gesehen werden. Der soziale Zuspruch und ein Gefühl der Sicherheit scheinen also ebenfalls prägend für eine positive Grundeinstellung zu sein.

 

Psychologen haben gute Nachrichten für alle, denen die innere Stärke nicht in die Wiege gelegt wurde. Resilienz ist lernbar. Ein wichtiges Mittel hierfür ist der Aufbau von Distanz zur eigenen Situation. Es geht um die Fähigkeit, sich nicht von einem Tiefschlag überwältigen zu lassen, sondern sich wie ein Unbeteiligter die Lage anzuschauen und dann zu handeln. Das funktioniert nicht auf Knopfdruck und auch nicht in jeder Situation, kann aber als Verhaltenstechnik geübt und verinnerlicht werden.

 

Geht es Ihnen nicht gut? Überlegen Sie, was Sie für sich tun können. Nicht mit dem Ziel, alle Probleme vom Tisch zu wischen, sondern mit dem Willen, etwas Gutes für sich selbst zu tun.

Sicher wird es Ihnen gelingen!