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Gesundheits-Blog

Die Schulter - wichtig und wenig beachtet

Wir schultern schwierige Aufgaben, bieten eine Schulter zum Anlehnen, lassen die Schultern hängen, uns über die Schulter sehen, und manchmal zeigen wir auch die kalte Schulter.

Es gibt zahlreiche Redewendungen rund um das komplexe Gelenk auf Nackenwirbelhöhe. Die wenigsten haben einen heiteren Zusammenhang. Auch sinnbildlich haben unsere Schultern offensichtlich so schwer zu tragen, wie es im übertragenen Sinne der Fall ist.

Doch während ganze Körperregionen in Fitnessstudios und bei Wellnesswochenenden gepflegt und geformt werden, wird die Schulter in der Gesundheitspflege meist etwas stiefmütterlich behandelt. Der Nacken, die untere Wirbelsäule, die Knie – viel belastet, schmerzanfällig, umsorgt. Die Schultern – häufig mit schwacher Muskulatur versehen, Tag und Nacht im Dauereinsatz, unterrepräsentiert.

Wir möchten einen intensiveren Blick auf unsere Schultern (auf, nicht über!) werfen und zur Achtsamkeit aufrufen.

Unsere Schultern bestehen aus einem Zusammenspiel von Knochen, Muskeln und Gelenken. Das kugelförmige Schultergelenk sorgt für die große Bewegungsfreiheit unserer Arme. Der Oberarmknochen, das Schulterblatt und das Schlüsselbein sorgen für Stabilität und die Aufhängung der Arme am Rumpf. Im Vergleich zu anderen Gelenken lässt sich das Schultergelenk jedoch relativ leicht auskugeln, denn die Gelenkpfanne ist verhältnismäßig klein, um so die hohe Rotationsfähigkeit der Arme gewährleisten zu können. Ein das Gelenk umschließendes Geflecht von Muskeln festigt die Struktur der Schulter. Durch sitzende Tätigkeiten, wenig Bewegung oder eine dauerhaft gekrümmte Körperhaltung leidet die Stabilität der Schultern, und natürlich festgelegte Positionen verschieben sich.

Die Schulter ist aufgrund der Komplexität ihres Aufbaus grundsätzlich anfällig für Verletzungen und schmerzhafte Veränderungen. Wegen der Beteiligung vieler verschiedener Komponenten lässt sich die Ursache einer Schmerzsymptomatik jedoch nicht immer leicht erkennen.

Krankhafte oder schmerzende Veränderungen im Schulterbereich sind meist durch Verschleißerscheinungen bedingt. Hier kommt es zu Steifheit der Gelenke und Überreizungen der Bänder und Sehnen. Der Bruch des filigranen Schlüsselbeins ist häufig eine Folge von Stürzen.

Regelmäßige Bewegung und Muskeltraining im Schulterbereich pflegen und stabilisieren nachhaltig. Auch wird die empfindliche und leicht entzündliche Gelenkkapsel des Schultergelenks entlastet und man beugt dem Frozen-Shoulder-Syndrom vor.

Strecken Sie sich nach längerem Sitzen mindestens einmal pro Stunde für 30 Sekunden mit nach oben gereckten Armen und lassen Sie den Rumpf dabei leicht kreisen. Das ist eine Wohltat nicht nur für die Schultern, sondern gleich für die gesamte Wirbelsäule. Dehnen und sanftes Rotieren der Arme mobilisiert und erhält die Beweglichkeit.

Körperliche Bewegung in Form von Nordic Walking oder Schwimmen ist Bodybuilding für die Schultern, ohne dass eine schnelle Überlastung droht. Einseitige Sportarten wie Tennis oder auch Golf sollten nicht untrainiert im Übermaß ausgeübt werden. Beim Fahrradfahren sollten Sie bei Schulterproblemen auf eine möglichst aufrechte Haltung achten.

Eine vitametische Behandlung kann Entspannungsprozesse anstoßen und unterstützen und so ebenfalls zum körperlichen und seelischen Wohlbefinden beitragen.